Jahresbericht 2013


Friedenslicht 2013



Wie in jedem Jahr wurde die Flamme in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem die Fackeln und Kerzen von Pfadfinderinnen- und Pfadfindern aus verschiedenen Ländern der Erde entzündet. Dieses Friedenslicht kam über Wien mit dem Zug nach Deutschland. Wie im letzten Jahr hat Ursula Axtmann-Knapp das Licht in Karlsruhe abgeholt und nach Muggensturm gebracht. Am 15. Dezember 2013 um 19:00 Uhr übergab sie es am Rathaus in Muggensturm an die Mitglieder von Basis für Frieden. 40 Friedensbotinnen und Friedensboten übernahmen das Licht und verteilten es weiter. Auch wurde die Kerze am Rathaus entzündet und brannte bis ins Neue Jahr.

Im Jahr 2013 stand die Aktion in Deutschland unter dem Motto “Recht auf Frieden“. Damit wird an die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vor 65 Jahren erinnert. Dort wurde festgeschrieben, dass alle Menschen die gleichen Rechte auf “Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt” haben (unabhängig von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder sonstigem Stand).


Das Friedenslicht aus Bethlehem ist Symbol für Frieden, Wärme, Solidarität und Mitgefühl. Wer das Licht empfängt, kann damit auch die Kerzen von Freunden und Bekannten entzünden. In allen Orten der Kreise Baden-Baden und Rastatt sollen Zeichen des Friedens sichtbar werden. Darauf hoffen viel Menschen in der Weihnachtszeit. Alle, die ein Zeichen des Friedens setzen möchten, sind herzlich eingeladen das Licht abzuholen und weiter zu tragen. Jeder, der das Friedenslicht haben möchte oder es weiter geben möchte, ist herzlich eingeladen sich bei uns zu melden. Basis für Frieden brachte das Friedenslicht an folgende Orte:
  • 17.12.2013, 07:00 Uhr Bühl-Vimbuch, Hotel Engel
  • 17.12.2013, 18:00 Uhr, Bischweier, St. Annen Kapelle, Lebendiger Adventskalender
  • 22.12.2013, 9:00 Uhr Kuppenheim, Paulus Kirche
  • 22.12.2013, 10:10 Uhr Bischweier, St. Annenkapelle
  • 24.12.2013, 16:00 Uhr Rastatt, Pagodenburg
Das Friedenslicht konnte abgeholt werden bei
  • 76703 Kraichtal - bis 06.01.14 montags bis donnerstags von 19 Uhr - 20 Uhr
  • St. Birgitta, 76473 Iffezheim, Montag bis Freitag, 18:00 Uhr - Andere Termin nach Absprache mit Karl-Friedrich Kronimus, Tel. 07222 2 24 21
  • Ute und Wilfried Ludwigs, Ringstraße 2A, 76476 Bischeier - Termine nach Absprache - Email bzw. Tel. 07222 94 99 24
Die Übersicht der Orte, an denen in der Region das Friedenslicht leuchtete und abgeholt werden konnte stand auf der Seite der Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden.


3. Oktober 2013, Muggensturm

Joachim Bauer erhält den Basis für Frieden-Preis 2013

Wilfried Ludwigs gratuliert dem Preisträger Joachim Bauer
In einer Feierstunde wurden am 3. Oktober im Bürgerhaus Muggensturm die KandidatInnen für den Basis für Frieden - Preis 2013 geehrt. Herr Joachim Bauer aus Marxzell-Burbach ist Träger des Preises.



30. September 2013, Muggensturm

Fragen an Basis für Frieden

Basis für Frieden hat 2013 mit den zwei Veranstaltungen und der Mitarbeit in der Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden die Vorstellung der Vereinsaktivitäten in der Öffentlichkeit verstärkt. Damit wurden uns auch immer wieder bestimmte Fragen gestellt.  Im Kreis der Vorstandsmitglieder wurden diese Fragen beantwortet. Hier finden Sie Fragen und Antworten. Wir sind nun gespannt auf Hinweise und Kommentare, um festzustellen, in wie weit die Antworten verständlich und überzeugend sind.


3. März 2013 Bühl (Baden)

Jörg Kräuter im Gespräch mit Basis für Frieden

Jörg Käuter "verwischt" Uli Deisinger
Zu einem Informationsgespräch zum Thema „Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen“ lud der Verein Basis für Frieden in die Pellet-Akademie in Bühl ein. Eveline Seiler begrüßte mit Freude und Begeisterung die Gäste im vollbesetzten Schulungsraum des Kachelofenstudios Anselment bei herrlichstem Sonnenschein. Aus der Sicht eines Gründungsmitgliedes und einer Coaching-Spezialistin näherte sie sich und die Zuhörer dem mit Spannung geladenen Thema. Danach war Jörg Kräuter, der Kabarettist und Künstler aus Bühl im Gespräch mit Künstlerkollege und Vereins-vorstand Uli Deisinger. Abrupt trafen hier schwäbische Wurzeln und badische „Kräuter“ humorvoll zusammen. „Ich brauche meine Ruhe um arbeiten zu können. Dabei muss ich natürlich angreifen“. Und in einer Schwindel erregenden Geschwindigkeit lagen die Würde des Menschen, seine Wertschätzung, Dosenwurst aus unmenschlicher Tierhaltung und tierische Arbeitsverhältnisse im fernen Osten neben den Pelletöfen. Am vom Hausmeister zerlegten Kinderwagen im Multikulti Eingang von Kräuters‘ Mehrfamilien Wohnhaus entzündete sich die Diskussion mit verblüffend einfachen Ergebnissen.

Nur die Hälfte der Anwesenden waren spontan bereit die vom Verein Basis für Frieden entwickelte „Friedensvereinbarung mit sich selbst“ zu zeichnen. Praktisch alle bestätigten, dass sie schon mal von dem „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ gehört hatten. Aber es bestand Einigkeit, dass das „wie dich selbst“ bisher weder in Schule noch bei den letzten 10 Gottesdienstbesuchen bedacht und beachtet wurde.

Für Kräuter ist klar „sich zeigen und Verantwortung übernehmen“ ist die Friedensformel. „Doch das klappte nur bei jedem zweiten Kandidaten für den Basis für Frieden – Preis 2011“ gab Wilfried Ludwigs, ebenfalls Gründungsmitglied und Vorstand im Basis für Frieden e.V. zu bedenken. Die enorme Vielfalt und Individualität der eigenen Zufriedenheit und des friedlichen Miteinanders wurde sichtbar.

Die Fragen und Wortbeiträge der Zuhörer machten deutlich, dass eine konkrete Hilfestellung notwendig ist. Die Orientierung ging auf einmal verloren und wurde mit dem Zwischenruf „Das sei doch alles Gesülze“ wieder hergestellt. Worte können verletzen – doch gewaltfreie Kommunikation und nette Menschen sind als Botschafter des Friedens im Kabarett, im Fernsehen und als Politiker einfach undenkbar. Das war nun einfach zu viel auf einmal für Uli Deisinger als Moderator. Grippal infiziert rang er nach Luft und kollegial übernahm Jörg Kräuter die Moderation. Im Modell des „Oberlehrers“ zurückgekehrt zeigte sich welche Aufmerksamkeit im friedfertigen Umgang eigentlich erforderlich ist. Und auch hier half letztlich das Kabarett, denn Respekt, Toleranz und das „Fünfe gerade sein lassen wenn man angreift“ ist letztendlich die Zauberformel mit der Frieden im Alltag humorvoll entsteht.

Abschließend spickte Wilfried Ludwigs bei Georges Moustaki, übersetzte eigenwillig und bat die Anwesenden nun mit Mut das Herz und unsere Türen für den Frieden zu öffnen, um dann hier oder später Menschen vorzuschlagen, denen am 3. Oktober 2013 der Basis für Frieden – Preis überreicht werden sollte.



Gesprächsrunde in Muggensturm 28.2.2013

Die eigene Zufriedenheit als Basis für den Frieden

Bürgermeister Diethmar Späth, Uli Deisinger, Dr. Heiner Wirbser (v.l.)
Einen durchweg spannenden Einblick in die Arbeit und die Besonderheiten des Vereins Basis für Frieden erhielten die zahlreichen Interessierten beim Gesprächsabend im Muggensturmer Bürgerhaus. Dort stellten sich Bürgermeister Dietmar Späth und Dr. Heiner Wirbser den Fragen von Vereinsmitgründer Uli Deisinger.

Gibt es Frieden in der Physik? Wie sieht eine friedvolle Gemeinde aus? Und was hat die eigene Zufriedenheit mit Frieden zu tun? Diese Fragen waren unter anderem Inhalt eines Informationsgespräches, das der Muggensturmer Verein Basis für Frieden e.V. initiierte. Nach einer Vorabinformation von Vorstandsmitglied Eveline Seiler wurden die beiden Gesprächspartner begrüßt. Zugeschnitten auf die beruflichen Schwerpunkte seiner Gäste entlockte Uli Deisinger diesen spannende Einblicke und Sichtweisen, individuelle Definitionen von Frieden, aber auch konkrete Informationen.

So etwa die Beschreibung eines Besuchs in der Grenzregion Israel – Palästina und die durchaus desillusionierende Bestätigung, dass ein Friede im Sinne eines krieglosen Zustandes dort noch weit entfernt scheint. Bei uns in Westeuropa herrscht seit nahezu 70 Jahren Frieden. Dennoch wird in Familien, Schulen, Betrieben und Nachbarschaften teilweise sehr unfriedlich miteinander umgegangen, die dazu passenden psychischen Krankheitsbilder steigen rapide an. Parallel dazu beschreiben die Beteiligten immer wieder eine persönliche Unzufriedenheit. Da der Verein die eigene Zufriedenheit als sehr wichtig erachtet und dafür plädiert, dafür selbst Verantwortung zu übernehmen, haben dessen Mitglieder alle eine Vereinbarung mit sich selbst unterzeichnet. Wie schwierig es jedoch ist, sich selbst wichtig zu nehmen ohne gleich als Egoist bezeichnet zu werden, dies wurde auch in diesem Gespräch deutlich.

Die zahlreichen Fragen im Anschluss zeigten, dass neue Sichtweisen aufgetan wurden und Redebedarf herrscht. Die Preisträgerin des ersten Basis für Frieden-Preis 2011, Maria Jany, erzählte wie sie sich jeden Tag um ihre eigenen, inneren Frieden kümmert um dadurch Kraft zu haben, für andere da zu sein.

Zum Abschluss informierte der erste Vorstand Wilfried Ludwigs die Besucher über den Basis für Frieden - Preis 2013, der in diesem Jahr wieder vergeben wird. Erneut in der Prüfungskommission wird Bürgermeister Dietmar Späth sein, gerne gab er am Donnerstagabend hierfür seine Zusage.