Jahresbericht 2015


Rastatter Neujahrsempfang 9. Januar 2015:

Frieden ist bunt – drei Bilder wurden „verschenkt“!

Unter der Überschrift "Frieden ist bunt" wurden beim Neujahrsempfang 2015 in Rastatt den Anwesenden acht „Friedensbilder“ vorgestellt. Die Bilder sind meist interaktiv, d.h. von jeweils mehreren Personen „entwickelt“ worden und zeigen – das bestätigten auch die Gäste des Neujahrsempfangs – die Vielfalt der Friedenssymbole, -farben und -strukturen.



Bild 1 „R“astatt,                                     Bild 4 „TAUBE“ und                          Bild 8 „ohne Worte“ wurden  „verschenkt“. Die damit verbundenen Spendenzusagen belaufen sich auf 660 €.

„Damit hat Basis für Frieden sein Ziel 2.000 €, d.h. einen Monat hauptamtliche Koordination und Supervision der Flüchtlingsbegleiter Mittelbaden zu finanzieren, erreicht!“ stellt Vereinsvorsitzender Wilfried Ludwigs fest. „Wir danken allen Menschen, Institutionen und Unternehmen, die das insbesondere im Rahmen unserer Friedenslichtaktion 2014 möglich gemacht haben.“ ergänzt Vereinsvorstand Uli Deisinger.

Die anderen Bilder suchen noch eine „Neue Heimat“. Deshalb ging die Aktion im Internet unter www.basisfuerfrieden.de bis zum 20. Januar 2015 weiter.
Zur Orientierung: 1 € Spende = 20 Minuten, 70 € = 1 Tag hauptamtliche Koordination und Supervision der Flüchtlingsbegleiter Mittelbaden! Weitere Informationen hier.

Basis-Workshop „Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter“

Die im November 2014 ausgebildeten Flüchtlingsbegleiterinnen und Begleiter sind aktiv. Anfang 2015 kümmern sich vier Arbeitsgruppen um Bekleidung, Wohnung-Arbeitsplätze-Asylverfahren, Deutschunterricht und Kinder-Hausaufgaben-Betreuung. Nadine Gatzweiler vom Caritasverband Rastatt ist seit Anfang Januar für Koordination und Supervision der Flüchtlingsbegleiter in Rastatt zuständig.

„Es ist viel zu tun!“ Deshalb rufen die Arbeitsgruppen – insbesondere die sich um Wohnung-Arbeitsplätze-Asylverfahren kümmert – um Hilfe. Der nächste Basis-Workshop "Ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter"fand am 6. und 7. März 2015 in 76437 Rastatt statt. Nadine Gatzweiler, Spezialistin für internationale Migration und interkulturelle Beziehungen im Caritasverband, hat in diesem Grundlagenseminar die Rolle und Motivation der FlüchtlingsbegleiterInnen, die persönliche Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus und Privilegien, sowie um das Hinterfragen dessen, was „wir“ als normal ansehen behandelt. Die Beschäftigung mit diesen Fragen schafft eine Basis, Flüchtlingen auf Augenhöhe zu begegnen und die eigene Tätigkeit als Ehrenamtlicher zu reflektieren. Es besteht die Möglichkeit ins Gespräch zu kommen, die Motivation kennen zu lernen und Ideen auszutauschen.



Kooperationsidee "Flüchtlingsbegleiter Mittelbaden"

Die Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden (www.Rastatter-Frieden.de) hat auf Initiative von „Faire Welt Rastatt“ mit der Stadt Rastatt über leer stehenden Wohnraum gesprochen und um deren Verwendung für Flüchtlinge gebeten. Als Ergebnis der Gespräche sagte die Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden zu, ehrenamtliche Flüchtlingsbegleiter zu suchen und auszubilden. Basis für Frieden beteiligte sich an der Suche, Auswahl und Organisation. 16 Teilnehmer/-innen wurden am 14. und 15. November 2014 auf ihre Tätigkeit als Flüchtlingsbegleiter/-in vorbereitet.

Nachdem die hauptamtliche Koordination und Supervision der Flüchtlingsbegleiter nicht gesichert war, entwickelten Thomas Richers, Manfred Schieß und Wilfried Ludwigs im Auftrag der Aktionsgemeinschaft das Konzept einer bürgerschaftlich ausgerichteten Kooperation. Caritas Rastatt und Baden-Baden, Diakonie, Rotes Kreuz Orts- und Kreisverband sowie Basis für Frieden und Friedenskrippe Johannesgemeinde trafen sich im November 2014 und vereinbarten, dieses Ziel gemeinsam weiter zu verfolgen.

Ausgehend von einem Jahresbudget von ca. 80.000 Euro in 2015, das durch die Erzdiözese Freiburg, den Diözesan Caritasverband Freiburg gefördert werden soll, ergabt sich ein Eigenanteil von 12.000 bzw. 24.000 für eine ½ bzw. 1/1 Stelle. Alternativ oder ergänzend hätten Mittel des europäischen Sozialfonds (IvAF) beantragt werden können (Antrag bis Februar 2015).

Die Friedenskrippe Johannesgemeinde Rastatt und Basis für Frieden Muggensturm – beide Mitglieder der Aktionsgemeinschaft – begannen noch im Dezember 2014 mit der Öffentlichkeitsarbeit und sammelten Finanzmittel für den Eigenanteil.

Seit Januar 2015 erfolgt die Koordination und Supervision hauptamtlich durch Nadine Gatzweiler vom Caritasverband Rastatt. Das Vorhaben, eine bürgerschaftlich geprägte Fach- und Förderkooperation zu initiieren wurde verworfen.

Am 17. März 2015 wurde "Staffelstab" der Verantwortung für die Flüchtlingsbegleiter Rastatt symbolisch von der Aktionsgemeinschaft Rastatter Frieden an den Caritasverband in Rastatt übergeben.


Im Mai 2015 wurden dann dem Caritas Verband Rastatt 1.000 € von Basis für Frieden und 1.000 € von Johannes Rastatt für die Betreuung der ehrenamtlichen Flüchtlingsbegleiter in Mittelbaden, insbesondere im Landkreis Rastatt übergeben.



"Weltfrieden beginnt in jedem Einzelnen"
... und wer macht was?

In der Mitgliederversammlung von Basis für Frieden am 4. Mai 2015 wurde deutlich, wir brauchen eine neue, breitere Basis für die Vereinsaktivitäten.

Mitglieder und Freunde wurde gebeten mit ihrer Meinung und Einschätzung weiterzuhelfen. Für diesen Friedensdienst brauchte jeder nicht mal 10 Minuten Zeit!

Hier ist der Fragebogen. Ihn konnte man einfach ausdrucken, ankreuzen, seine konkreten Anliegen stichwortartig eintragen und, wenn gewünscht, unterschreiben

In einen Briefumschlag und ab in die Post ging's dann an Basis für Frieden, Ringstraße 2A, 76476 Bischweier auch gerne elektronisch an Wilfried.Ludwigs@BasisFuerFrieden.de.

Hier finde ich Einzelheiten zu den Fragen:
1. Vereinszweck & Satzung
2. Basis für Frieden Preis
3. Information, Beratung, Veranstaltungen
4. Friedenslicht
5. Mayor of Peace
6. Schweigekreis für den Frieden
7. Hilfe für Flüchtlinge: Flüchtlingsbegleiter Mittelbaden
8. Die Vereinbarung mit mir - ein erster wichtiger Schritt
9. Die Vielfalt des Friedens (Mitglieder der Aktionsgemeinschaft RastatterFrieden)

Andere Aktivitäten: Sommerfreizeit für Kinder in Muggensturm, Naturkindergarten Wurzelzwerge, Adventsgeschichten, Frieden ist Bunt.


Das Ergebnis der Befragung sieht so aus:

Herzlichen Dank für die Mitwirkung an der Befragung. Stand 26.08.2015: 20 + 1 Rückmeldungen von 21 an Mitglieder und 19 an „Freunde“ versandte Fragebogen.
  1. Die Ernsthaftigkeit der Wortmeldungen ist hoch, alle haben unterschrieben, keiner hat von der Möglichkeit der anonymen Wortmeldung Gebrauch gemacht.
  2. Der Einsatz für den Frieden ist heute wichtig (100% ja).
  3. Der Tätigkeitsschwerpunkt von Basis für Frieden ist zeitgemäß (14 x ja, 6 x weiß nicht).
  4. Die Unterstützung der Flüchtlingsarbeit (16 Ja, 3 nein, 1 weiß nicht) findet die größte Unterstützung:
    - Flüchtlingsbegleiter (finanziell) 10 x,
    - praktische Flüchtlingsarbeit 12 x,
    - regionale Asylpolitik 4 x.
  5. Mayor of Peace soll weiter gemacht werden, 12 x ja, 6 x weiß nicht. Ausgehend von Bühl (8), Muggensturm (7), Gaggenau (5), Gernsbach (3).
  6. Die Vereinbarung mit mir selbst finde ich gut (12 x ja, 1x nein, 3 x weiß nicht) bzw. nur eine Person möchte sie ändern und für eine Personen soll sie entfallen.
  7. Das Friedenslicht trifft nur bei der Hälfte der Teilnehmer auf Interesse (8 x ja, 7 x nein, 2 x weiß nicht). Die Hälfte der Mitmacher gibt es weiter.
  8. Der Schweigekreis trifft auch nur bei der Hälfte der Teilnehmer auf Interesse (8x ja, 6 x nein, 4 x weiß nicht). Die Hälfte der Interessenten ist nicht am Ort, möchte aber mitwirken.
  9. Für den Friedenspreis wurden eine Privatperson und drei Bürgermeister vorgeschlagen. Profi Friedensstifter 7 x ja, 4 x nein, 7 weiß nicht.
  10. Spezielle Angebote von Basis für Frieden 2 x ja, 4 x nein, 10 x weiß nicht.
  11. Hilfe durch Informationen (2x), persönliche Gespräche (0x), Veranstaltungen (3x)

Was folgt daraus?

Erste Überlegungen waren:

„Willkommen in Mittelbaden: Deutsch lernen und Job finden“
für alle interessierten Flüchtlinge in Mittelbaden:
  • Vorschlag „Integration sofort“
  • Kommunikationsbasis „Deutsch & Job: Was gibt es wo“
  • Beratung und Begleitung
  • Hospitation und Praktikum
Friedenslicht 2015 („Frieden ist bunt“ und nicht braun?):
  • Die verbleibenden Friedenslichter werden verteilt ähnlich wie im letzten Jahr 
  • Die Spenden sind für „Flüchtlinge und ihre Begleiter“ 
  • Die Aktion „Frieden ist bunt“ wird eingebunden, d.h. Verschenken der noch vorhandenen Bilder
Mayor of Peace – Basis für Frieden Preis 2016

Gemeinsam mit Vertretern der Aktionsgemeinschaft setzen wir uns dafür ein, dass die Bürgermeister von Bühl, Muggensturm und Gaggenau in 2016 Mayor of Peace werden. Anschließend erhalten die derzeitigen Bürgermeister von Baden-Baden, Rastatt, + … den Basis für Frieden Preis 2016.

Die Vereinbarung mit mir:

Es gibt 2 Versionen und die Vorlage der unterschriebenen Vereinbarung ist keine Voraussetzung für die Aufnahme im Verein.

eventuell:
  • wird ein Bezug zu den aktuellen Ängsten in der deutschen Bevölkerung hergestellt, z.B. dass Flüchtlinge uns bedrohen und Flüchtlinge uns nicht helfen. Ein anderer Blickwinkel wäre, dass Flüchtlinge „friedlich“ mit sich selbst und mit ihrer Biografie umgehen (sie erkennen und verarbeiten)
  • berichten Mitglieder über ihre Erfahrungen mit der „Vereinbarung mit mir selbst“,
  • zeichnet ein Gremium besonders „wertvolle“ Beiträge aus (der Verein schenkt seinen Mitgliedern einen Bilderrahmen zum „Aufhängen“)